Geschäftsbericht 2025

Universitätsklinikum Bonn


Zukunft im Wandel

PREPARING NEXT STEPS...

„Zukunft entsteht nicht von selbst. Sie entsteht dort, wo Veränderungen früh erkannt, mutig gestaltet und gemeinsam getragen werden. Für das Universitätsklinikum Bonn war 2025 in vielerlei Hinsicht ein solches Jahr.“

02

Kapitel 2

Wirtschaftliche
Entwicklung

Jahresabschluss 2025

Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2025

Bilanz zum 31.12.2025

Aktiva2025
in TEUR
2024
in TEUR
Anlagevermögen1.100.945999.960
Umlaufvermögen685.055839.446
Rechnungsabgrenzungsposten8.7845.954
Summe Aktiva1.794.7841.845.360
Passiva2025
in TEUR
2024
in TEUR
Eigenkapital43.09269.494
Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens847.737641.627
Rückstellungen127.641139.075
Verbindlichkeiten776.178994.978
Rechnungsabgrenzungsposten136186
Summe Passiva1.794.7841.845.360

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025

Erträge2025
in TEUR
2024
in TEUR
Abweichung
in TEUR
Erlöse aus Krankenhausbetrieb996.495959.95136.544
Zuweisungen der öffentlichen Hand und Zuweisung Dritter278.810268.02610.784
Sonstige betriebliche Erträge23.79426.176-2.382
Summe Erträge1.299.0991.254.15344.946
Aufwendungen2025
in TEUR
2024
in TEUR
Abweichung
in TEUR
Personalaufwendungen719.393628.41890.975
Materialaufwand451.420465.549-14.129
Abschreibungen auf eigenmittelfinanziertes Anlagevermögen9.8009.937-137
Sonstige betriebliche Aufwendungen143.244164.303-21.059
Summe Aufwendungen1.323.8571.268.20755.650
2025
in TEUR
2024
in TEUR
Abweichung
in TEUR
Finanz- und Beteiligungsergebnis-5683.942-4.510
Ertragssteuern-1.076816-1.892
Jahresergebnis-26.402-9.297-17.105
Stationär20252024Abweichung
Fallzahl*57.85454.5513.303
Verweildauer in Tagen**6,216,36-0,15
Case Mix**79.66375.8983.765
CMI (Case Mix Index)1,461,48-0,02
Pflegebewertungsrelationen469.403453.57915.824
Behandlungstage BPflV71.69771.029668
*inkl. Jahresüberlieger, DRG- und Psychiatriefälle
**inkl. Jahresüberlieger

Ambulant20252024%-Entwicklung
Hochschulambulanz (Fälle)201.036185.9758,1%
Privatpatienten (Besuche)88.66784.0615,5%
Selbstzahler (Fälle)8.0147.6694,5%
Notfälle (Fälle)20.19420.316-0,6%
Institutsermächtigung (Fälle)16.17513.50019,8%
pers. Ermächtigung (Fälle)1.346133912,0%
§ 116b (Fälle)11.39010.02313,6%
§ 115b Amb. OP (Fälle)6.3045.13422,8%
sonstige Kostenträger (Fälle)20.41816.47024,0%
Gesamt (Fallzahl)373.544343.2818,8%
Gesamt Ambulante Besuche533.859496.1937,6%
Vollkräfte
(inkl. DRK-Gestellungspersonal)
Gesamt
(Krankenversorgung, Forschung & Lehre sowie Drittmittel)
Veränderung
Ø 2025
in VK
Ø 2024
in VK
in VKin Prozent
Ärztlicher Dienst1.327,01.244,482,66,6%
Pflegedienst2.065,91.757,4308,517,6%
MTD- Nichtwissenschaftlich1.522,81.479,443,32,9%
MTD- Wissenschaftlich935,7912,922,82,5%
Funktionsdienst742,7725,816,92,3%
Wirtschafts- und Versorgungsdienst155,5128,427,121,1%
Technischer Dienst120,9109,511,410,4%
Verwaltungsdienst749,9745,64,30,6%
Gesamt Bereich 17.620,37.103,4516,97,3%
Sonderdienst*66,362,04,37,0%
Personal der Ausbildungsstätten56,762,6-5,9-9,5%
Gesamt Bereich 2123,0124,6-1,6-1,3%
Gesamt Bereich 31.038,9948,390,69,6%
VK Gesamt (1+2)7.743,27.228,0515,27,1%
VK Gesamt (1-3)8.782,18.176,3605,87,4%

Bilanz zum 31.12.2025

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025

Zahlen, die Wandel sichtbar machen
Kennzahlen im Überblick

Wie hat sich das UKB 2025 entwickelt? Die wichtigsten Kennzahlen geben einen kompakten Einblick in Versorgung, Forschung, Lehre sowie die Größe und Vielfalt unseres Universitätsklinikums.

Mitarbeiter*innen

rund 0

Betten

0

Entbindungen

0

Behandlungen

über 0

Pflegekräfte

rund 0 (in Vollzeit)

Ärzt*innen

rund 0 (in Vollzeit)

Kliniken & Institute

0

Azubis & Schüler*innen

rund 0

Notfälle

über 0

03

Kapitel 3

Weiterentwicklung von Struktur
und Organisation

Wie die Krankenhausreform die Versorgung neu ordnet – und welche Rolle das UKB dabei übernimmt.

Die Krankenhauslandschaft in Deutschland befindet sich im Umbruch. Medizin wird spezialisierter, Behandlungen komplexer, die Anforderungen an Kliniken steigen stetig.

Mit der bundesweiten Krankenhausreform werden Leistungen künftig stärker gebündelt und an Qualitätsanforderungen geknüpft. Komplexe Behandlungen sollen verstärkt an spezialisierten Standorten konzentriert werden.

Als Vorreiter der Krankenhausreform spürten die Kliniken in Nordrhein-Westfalen die Auswirkungen der Neuordnung früher als  andere Bundesländer – auch am UKB machten sich die Veränderungen bereits 2025 bemerkbar.

Die neue Logik der Versorgung

Die Krankenhausreform verändert die Spielregeln der Versorgung. Spezialisierung, Kooperation und Qualität werden wichtiger als parallele Angebotsstrukturen.

Spezialisierung statt paralleler Strukturen

Komplexe Behandlungen sollen künftig stärker an spezialisierten Zentren gebündelt werden. Krankenhäuser übernehmen innerhalb einer Region künftig klarer definierte Versorgungsaufgaben.

Kooperation statt Konkurrenz

Versorgung wird stärker in regionalen Netzwerken organisiert. Kliniken arbeiten enger zusammen und begleiten Patientinnen und Patienten gemeinsam durch unterschiedliche Versorgungsstufen.

Qualität und Erfahrung werden entscheidender

Krankenhäuser dürfen bestimmte Leistungen künftig nur noch anbieten, wenn sie definierte personelle, technische und strukturelle Voraussetzungen dauerhaft erfüllen.

Was das 2025 konkret für das UKB bedeutete

Als universitärer Maximalversorger übernahm das UKB 2025 zunehmend die Versorgung hochkomplexer Krankheitsbilder in der Region und stärkte zugleich seine Rolle als Koordinator regionaler Versorgungsnetzwerke.

Mehr hochkomplexe Versorgung

Mit der Konzentration spezialisierter Leistungen behandeln Universitätskliniken wie das UKB zunehmend komplexe Krankheitsbilder und Notfälle. So bieten heute weniger Krankenhäuser in der Region bestimmte hochspezialisierte Behandlungen an als vor der Reform. Entsprechend werden mehr dieser Patientinnen und Patienten am UKB versorgt.

Sichtbar wird diese Entwicklung bereits in mehreren Leistungsgruppen. So stieg die Zahl der am UKB behandelten Patientinnen mit Ovarialkarzinom von 57 Fällen im Jahr 2024 auf 81 Fälle im Jahr 2025. Auch bei Stammzelltransplantationen war ein Anstieg von 91 auf 99 Behandlungen zu verzeichnen.

Starke Netzwerke für die Versorgung

Mit der Reform verändern sich auch die Beziehungen zwischen Krankenhäusern innerhalb einer Region. Kliniken arbeiten enger zusammen, bauen gemeinsame Versorgungsnetzwerke auf und entwickeln Kooperationen in Versorgung, Weiterbildung und Forschung weiter.
Dadurch können Patientinnen und Patienten gezielter durch die verschiedenen Versorgungsstufen begleitet werden. Nach hochkomplexen Eingriffen am UKB kann die weitere Behandlung zunehmend wieder wohnortnah erfolgen – etwa in der Rehabilitation oder einer stationären Anschlussversorgung.

Strukturen für die Versorgung von morgen

Die veränderten Anforderungen wirken sich auch auf Infrastruktur und Versorgungsabläufe aus. So wurde das neue Herzzentrum bereits mit Blick auf die zukünftigen Leistungsstrukturen und die stärkere Bündelung hochkomplexer Medizin in spezialisierten Zentren geplant.

Gleichzeitig entwickelt das UKB seine Versorgungsstrukturen und Prozesse weiter. Dazu gehören neue ambulant-stationäre Versorgungsformen, optimierte Abläufe für zeitkritische Behandlungen sowie der Ausbau spezialisierter Zentren und Strukturen, die eine hochkomplexe Versorgung rund um die Uhr ermöglichen.

Ein Beispiel ist die Versorgung im Zentrum für Neurologie: Gemeinsam mit regionalen Partnerkliniken wurden die Abläufe so weiterentwickelt, dass hochkomplexe Behandlungen jederzeit sichergestellt werden können.

Versorgung weiterdenken

Mit der Neuordnung der Krankenhauslandschaft sind die wesentlichen Weichen gestellt. Nun geht es darum, die neuen Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb regionaler Netzwerke weiter auszubauen.

Für Universitätskliniken wie das UKB bedeutet das, ihre Rolle als Zentren für hochkomplexe Medizin und als Koordinatoren regionaler Versorgung weiter zu stärken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Infrastruktur, Prozesse und Spezialisierung.

Mit dem neuen Herzzentrum wurde dafür bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der nächste Schritt ist, die neuen Versorgungsstrukturen gemeinsam mit den Partnern in der Region weiterzuentwickeln.

"Die Konzentration spezieller Leistungen, die Kooperation innerhalb eines Versorgungsgebietes und die regionale Koordination durch die Universitätskliniken – das ist genau der Prozess, der weitergeführt werden sollte."

Dr. Thorsten Hornung,
Leiter des Geschäftsbereichs Medizinmanagement

Max Mustermann

Führung wird vielfältiger – und das UKB gestaltet diesen Wandel aktiv

Am UKB zeigt sich in den letzten Jahren eine klare Entwicklung: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt kontinuierlich – von 20 % im Jahr 2020 auf 27,64 % im Jahr 2025.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Struktur- und Personalentwicklung. Wandel wird nicht als Ausnahme verstanden, sondern als Teil des täglichen Handelns.

Meet2Lead: Führung im Austausch – ein Format wächst

2024 ist mit Meet2Lead ein neues Führungsformat gestartet, das 2025 konsequent weiterentwickelt wurde: Führung wird hier nicht vermittelt, sondern gemeinsam gestaltet. Meet2Lead schafft Raum für Austausch auf Augenhöhe – und entwickelt Führung am UKB als kontinuierlichen, gemeinsamen Lernprozess weiter.

 

Women Connect: Frauen vernetzen, Perspektiven stärken

Mit Women Connect ist 2025 am UKB ein neues Frauennetzwerk entstanden, das Mitarbeiterinnen aller Berufsgruppen gezielt verbindet und Austausch ermöglicht. Ziel ist es, Themen aus dem Arbeitsalltag gemeinsam sichtbar zu machen, Erfahrungen zu teilen und Entwicklungen aktiv mitzugestalten – von Frauen für Frauen.

 

Führung wird vielfältiger – und das UKB gestaltet diesen Wandel aktiv

Am UKB zeigt sich in den letzten Jahren eine klare Entwicklung: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt kontinuierlich – von 20 % im Jahr 2020 auf 27,64 % im Jahr 2025.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Struktur- und Personalentwicklung. Wandel wird nicht als Ausnahme verstanden, sondern als Teil des täglichen Handelns.

Meet2Lead: Führung im Austausch – ein Format wächst

2024 ist mit Meet2Lead ein neues Führungsformat gestartet, das 2025 konsequent weiterentwickelt wurde: Führung wird hier nicht vermittelt, sondern gemeinsam gestaltet. Meet2Lead schafft Raum für Austausch auf Augenhöhe – und entwickelt Führung am UKB als kontinuierlichen, gemeinsamen Lernprozess weiter.

 

Women Connect: Frauen vernetzen, Perspektiven stärken

Mit Women Connect ist 2025 am UKB ein neues Frauennetzwerk entstanden, das Mitarbeiterinnen aller Berufsgruppen gezielt verbindet und Austausch ermöglicht. Ziel ist es, Themen aus dem Arbeitsalltag gemeinsam sichtbar zu machen, Erfahrungen zu teilen und Entwicklungen aktiv mitzugestalten – von Frauen für Frauen.

 

Digitalisierung und KI

 

Steigende Anforderungen in Versorgung, Forschung und Klinikbetrieb verändern den Arbeitsalltag in Universitätskliniken grundlegend. Digitalisierung wird dabei zunehmend zur Voraussetzung, um Prozesse zu vernetzen, Informationen verfügbar zu machen und Mitarbeitende im Alltag zu unterstützen.

Das UKB entwickelt digitale Anwendungen deshalb nicht isoliert, sondern als Teil einer langfristigen strukturellen Weiterentwicklung. Ziel ist es, digitale Technologien sicher, sinnvoll und praxisnah in Versorgung, Forschung und Verwaltung zu integrieren.

Die folgenden Projekte zeigen beispielhaft, wie am UKB neue digitale Strukturen entstehen – von klinischer Infrastruktur bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Sichere und vernetzte Versorgung

Innovative Secure Medical Campus (ISMC)

Mit dem Projekt ISMC (2022–2025) hat das UKB die Grundlage für eine moderne, sichere und vernetzte Patientenversorgung geschaffen.

In einem der größten Förderprojekte dieser Art in Nordrhein-Westfalen (17,4 Mio. Euro, 3,5 Jahre Laufzeit) wurden mehr als 40 digitale Anwendungen entwickelt, von denen ein Teil bereits im klinischen Alltag eingesetzt wird.

UKB GPT
UKB GPT
Wie kann ich Ihnen heute helfen?

Künstliche Intelligenz aus eigener Infrastruktur

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend den klinischen Alltag. Gleichzeitig setzen Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht enge Grenzen für den Einsatz kommerzieller Systeme.

Mit UKB-GPT hat das UKB deshalb eine eigene Plattform aufgebaut, auf der KI-Anwendungen sicher innerhalb der Klinik genutzt werden können. Daten bleiben vollständig im UKB und können datenschutzkonform verarbeitet werden.

Ziel ist es, medizinische Informationen schneller nutzbar zu machen, bestehende Abläufe zu unterstützen und Mitarbeitende im Arbeitsalltag zu entlasten.

Datenschutzsicher

Daten bleiben vollständig innerhalb der Klinik

Eigenständige Infrastruktur

Betrieb auf internen Systemen statt externer Cloud-Lösungen

Flexibel einsetzbar

KI-Anwendungen können in bestehende Prozesse integriert werden

Zukunftsfähig

Grundlage für zukünftige KI-Anwendungen

Entwicklung aus der Forschung

Die Plattform entstand aus der Zusammenarbeit von Radiologie und Forschungs-IT. Frühere Anwendungen zeigen, dass lokal betriebene Modelle in ausgewählten Bereichen vergleichbare Ergebnisse wie kommerzielle Systeme erreichen können.

Zukunft

UKB-GPT ist bewusst offen angelegt: Künftig können auch externe KI-Modelle eingebunden werden, sofern sie die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfüllen. Das UKB entscheidet dabei abhängig vom jeweiligen Anwendungsbereich, welche Systeme eingesetzt werden.

Wie das UKB den Campus der Zukunft baut

Wer 2025 über den Venusberg gegangen ist, konnte den Wandel nicht übersehen: Kräne, neue Gebäude, Baustellen mitten im laufenden Klinikbetrieb – und gleichzeitig ein klares Ziel. Das UKB baut nicht einfach neu. Es entwickelt seinen gesamten Campus neu – für die Medizin von morgen.

Dabei geht es um weit mehr als neue Gebäude. Das UKB gestaltet aktiv die Zukunft eines der wichtigsten Gesundheitsstandorte Deutschlands – moderner, nachhaltiger und besser vernetzt. Forschung, Lehre und Patientenversorgung rücken enger zusammen, Wege werden kürzer, Abläufe effizienter und der gesamte Campus fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht.

2025 war dafür ein Schlüsseljahr.

Mit dem neuen Bebauungsplan für den Campus Venusberg wurde erstmals seit Jahrzehnten der langfristige Rahmen für die Entwicklung des gesamten Geländes geschaffen. Der bisherige Plan stammte noch aus dem Jahr 1964. Heute stehen nachhaltige Mobilität, bessere Verkehrsführung, mehr Grünflächen und eine klimafreundliche Infrastruktur im Mittelpunkt. Auch die stärkere Anbindung an ÖPNV, Radverkehr und die geplante Seilbahn wurden dabei mitgedacht.

Das neue Herzzentrum: Symbol für den Wandel

Vier Jahre Planung, sechs Jahre Bauzeit, ein Umzug der Superlative an einem einzigen Wochenende während des laufenden Klinikbetriebs – ein besonderer Meilenstein wurde Ende 2025 erreicht: Das neue Herzzentrum. Es ist der erste sichtbare Baustein des zukünftigen Zentralklinikums – und steht beispielhaft für die Entwicklung des gesamten Campus.

Hier entsteht Medizin der nächsten Generation: mit modernen OP- und Intensivbereichen, kurzen Wegen, besserer Orientierung und einer engen Vernetzung von Versorgung, Forschung und Lehre. Statt vieler historisch gewachsener Einzelgebäude entwickelt sich der Campus Schritt für Schritt zu einem zentralen, interdisziplinären Gesundheits- und Wissenschaftsstandort.

2025 wurde zudem der zweite Bauabschnitt des neuen Zentralklinikums entscheidend vorangebracht. Mit der Vergabe der Planungsaufträge fiel der Startschuss für den nächsten großen Entwicklungsschritt auf dem Venusberg. Der Neubau ersetzt künftig das bisherige Operative Zentrum und so könnte es bald aussehen ..

Neubau Zentralklinikum

2025 wurde zudem der zweite Bauabschnitt des neuen Zentralklinikums entscheidend vorangebracht. Mit der Vergabe der Planungsaufträge fiel der Startschuss für den nächsten großen Entwicklungsschritt auf dem Venusberg. Der Neubau ersetzt künftig das bisherige Operative Zentrum und so könnte es bald aussehen:

Das UKB investiert nicht nur in neue Gebäude, 
sondern in die Medizin von morgen.

 

Auf dem Venusberg entsteht Schritt für Schritt ein Campus, der Forschung, Lehre und Patientenversorgung enger verbindet – zukunftsträchtig, nachhaltig und konsequent am Menschen orientiert. Denn moderne Infrastruktur ist kein Selbstzweck. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Spitzenmedizin und innovative Pflege auf höchstem Niveau möglich werden.

Raum für Forschung und Innovation

Auch die Forschung wächst weiter: Mit einem neuen Laborverfügungsgebäude, das 2025 ausgeschrieben wurde, möchte das UKB zusätzliche moderne Forschungsflächen direkt am Campus schaffen. Geplant sind hochmoderne S2-Labore sowie Büroflächen mit direkter Verbindung zum Forschungsgebäude Life & Brain. Das Projekt schafft Platz für neue Forschungsprojekte und stärkt die Innovationskraft des Standorts Bonn nachhaltig.

Moderne Lehre für die nächste Generation

Nicht nur die Medizin und Forschung entwickeln sich weiter – auch die Ausbildung. 2025 ging das neue Lehrgebäude der Zahnmedizin an der Welschnonnenstraße pünktlich zum Sommersemester in Betrieb. Neue Simulationsplätze und moderne Lehrräume bieten Studierenden optimale Bedingungen für eine praxisnahe Ausbildung auf höchstem Niveau.

04

Kapitel 4

Exzellenz in der
Patientenversorgung

Spezialisierte Pflegekompetenz

Exzellenz in der Patientenversorgung

Pflege am UKB umfasst hochkomplexe Versorgungsbereiche – von Intensivmedizin und Onkologie bis hin zur palliativen Versorgung und Notfallmedizin. Kontinuierliche Fortbildung, spezialisierte Qualifikationen und akademische Entwicklung bilden dabei eine zentrale Grundlage für hochwertige Patientenversorgung.

Im Jahr 2025 absolvierten die Pflegekräfte des UKB insgesamt mehr als 37.000 Fortbildungsstunden.

Fachweiterbildungen / Zusatzqualifikationen (VK)

Das UKB verfügt über ein breites Spektrum spezialisierter pflegerischer Qualifi kationen. Besonders stark vertreten sind Fachweiterbildungen in der Anästhesie- und Intensivpflege, Praxisanleitung, Stationsleitung sowie in der palliativen und onkologischen Versorgung.

Akademische Qualifizierung in der Pflege

Parallel wird die Akademisierung der Pflege kontinuierlich weiterentwickelt. Akademische Abschlüsse auf Bachelor- und Masterniveau stärken evidenzbasierte Pflegepraxis, interprofessionelle Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung pflegerischer Versorgungskonzepte.

Durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung sowie spezialisierte Fachqualifikationen entwickelt das UKB pflegerische Expertise gezielt weiter und stärkt die Versorgung in hochkomplexen medizinischen Bereichen.

Hohe Versorgungsqualität entsteht dabei nicht nur durch medizinische Expertise, sondern auch durch qualifizierte Pflege und moderne Arbeitsstrukturen.

Pflege am UKB:
Strukturen stärken, Qualität weiterentwickeln

Das UKB hat Pflege 2025 gezielt strategisch weiterentwickelt. Grundlage dafür sind die Magnet®-Prinzipien – ein international anerkanntes Modell für moderne Pflegeorganisation und hohe Versorgungsqualität. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur klare Strukturen und fachliche Exzellenz, sondern auch die Frage, was gute Pflege im Alltag wirklich ausmacht: Empathie, Verantwortung und Wertschätzung.

Pflege mit Herz und höchstem Anspruch

Wie sehr diese Haltung den Pflegealltag am UKB prägt, zeigt das Beispiel von Susanne Eschmann. Seit fast 30 Jahren begleitet sie Menschen in psychischen Krisen und schenkt ihnen Halt, Geduld und Aufmerksamkeit. Patientinnen und Patienten beschreiben sie als jemanden, der bleibt, zuhört und Mut macht – auch dann, wenn Situationen ausweglos erscheinen.

Eine Patientin schrieb:

„Als jeder mich aufgegeben hatte, glaubte sie an mich.“

Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde Susanne Eschmann 2025 mit dem internationalen DAISY Award ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Pflegekräfte geehrt, die sich in besonderer Weise für Patientinnen und Patienten einsetzen – nominiert von Patientinnen, Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen selbst.

Die Auszeichnung steht beispielhaft für die Pflege am UKB: hochprofessionelle Versorgung auf medizinischem Spitzenniveau, verbunden mit echter Zuwendung und persönlicher Verantwortung. Wertschätzung wird dabei nicht nur als Haltung verstanden, sondern sichtbar gelebt.

Führung breiter aufstellen

In neun Bereichen wurden plurale Führungsmodelle etabliert. Verantwortung liegt dort nicht mehr bei einer einzelnen Leitungsperson, sondern wird von Teams mit pflegefachlicher, organisatorischer und pädagogischer Expertise gemeinsam getragen. Das stärkt die Praxisnähe von Entscheidungen und verbessert die Zusammenarbeit auf Leitungsebene.

Plurale Führung in der OP-Pflege der Neurochirurgie: Gemeinsam für eine starke Krankenversorgung und ein starkes Team

Seit Februar 2025 geht die OP-Pflege Neurochirurgie am UKB einen neuen Weg in der Führung: Drei Leitungspersönlichkeiten teilen sich Verantwortung, ergänzt durch ihre jeweiligen Schwerpunkte in Pflegemanagement, Pflegepädagogik und Pflegeexpertise.

„Plurale Führung bedeutet für uns, Verantwortung zu teilen und gleichzeitig gemeinsam für gute Entscheidungen einzustehen. Im Alltag zeigt sich das Modell als echte Stärke: Fachliche Weiterentwicklung, strukturierte Organisation und gezielte Förderung von Mitarbeitenden greifen ineinander. So entstehen klare Zuständigkeiten – und gleichzeitig ein starkes, verlässliches Miteinander”, beschreibt das Leitungsteam Lisa Humberg, Aziza Antropov und Matthias Wedekind den Ansatz.

„Unsere Mitarbeitenden erleben Führung jetzt näher, klarer und zugleich vielfältiger – mit direkten Ansprechpersonen für unterschiedliche Fragen und einem Team, das gemeinsam trägt“, so das Leitungsteam.

Auch die Wirkung auf die Pflegequalität ist spürbar: „Wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, entsteht bessere Pflege – für unsere Patientinnen und Patienten und für unser Team.“

Verbesserungen direkt aus dem 
Alltag entwickeln

Zusätzlich hat das UKB sieben sogenannte Unit Councils pilotiert – feste Beteiligungsrunden direkt auf Station. Pflegekräfte bringen dort Erfahrungen aus dem Alltag ein und entwickeln gemeinsam mit Pflege- und ärztlichem Management konkrete Verbesserungen, etwa für Patientensicherheit, Arbeitsabläufe oder Pflegequalität.

Qualität systematisch steuern

Mit pflegesensitiven Kennzahlen, Patientenbefragungen und sogenannten Nursing Leadership Rounds baut das UKB die Qualitätssteuerung weiter aus. Dabei sprechen pflegerische Führungskräfte direkt mit Patientinnen und Patienten über Versorgung, Kommunikation und Sicherheit. Rückmeldungen können dadurch unmittelbar in Verbesserungen im Stationsalltag einfließen.

Entwicklung und Bindung stärken

Parallel investiert das UKB in Mentoringprogramme, Advanced Practice Nursing und neue akademische Karrierewege. Gleichzeitig entwickelt das UKB spezialisierte Versorgungsangebote für Patientengruppen mit besonderen medizinischen und psychosozialen Anforderungen.

Das UKB baut 2025 Pflege konsequent weiter: mit modernen Strukturen, neuen Entwicklungsmöglichkeiten und einer Kultur der Wertschätzung. Das Ziel bleibt dabei klar: eine Pflege, die höchste Qualität mit Menschlichkeit verbindet.

Max Mustermann

Versorgung für besondere Anforderungen

Besonders sensible Versorgungssituationen erfordern spezialisierte Strukturen und enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das UKB entwickelt dafür gezielt Angebote, die medizinische, psychologische und soziale Unterstützung stärker miteinander verbinden.

Haus des Kinderschutzes

Spezialisierte Versorgung und Diagnostik für Kinder in besonders sensiblen Situationen

Mit der Eröffnung des Hauses des Kinderschutzes ist 2025 am UKB eine zentrale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche entstanden, die Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung erfahren haben oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht.

Hier werden medizinische, psychologische, soziale und rechtliche Unterstützung an einem Ort gebündelt und in einem geschützten Rahmen organisiert. Ziel ist es, betroffene Kinder möglichst umfassend zu versorgen und belastende Mehrfachuntersuchungen sowie unterschiedliche Anlaufstellen zu vermeiden. Das Haus des Kinderschutzes bringt dafür Medizin, Psychologie, Jugendhilfe, Polizei und Justiz enger zusammen und schafft eine Struktur, in der Untersuchungen, Beratung und weitere Schritte aufeinander abgestimmt erfolgen können.

Die Einrichtung wurde gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn, dem Oberlandesgericht Köln und der Dr. Axe-Stiftung realisiert.

Räumliche Qualität

Geschützte Atmosphäre

Räumliche Trennung vom Klinikalltag

Kindgerechte Räume

05

Kapitel 5

Innovation in
Forschung und Lehre

Förderung Immunosensation

Das Exzellenzcluster ImmunoSensation³ der Universität Bonn geht in die nächste Runde: Ab dem 1. Januar 2026 wird der Verbund, der bereits seit 2012 in Kooperation mit dem UKB und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) besteht, mit rund 50 Millionen Euro für weitere sieben Jahre im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert. Im Mittelpunkt der neuen Förderphase steht die Erforschung der Vielfalt des Immunsystems – der sogenannten Immundiversität. Als Schlüssel zum Verständnis individueller Immunantworten bildet sie eine der Grundlagen für die Präzisionsmedizin der Zukunft.

  • pKörperteile anklicken für Infos zu Forschungsschwerpunkten am UKB

Neurowissenschaften

Im Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften geht es um ein besseres Verständnis des Gehirns und des Nervensystems. Dabei kommen innovative neurowissenschaftliche Technologien und mathematische Methoden zum Einsatz, um ein tiefgreifendes Verständnis höherer kognitiver Funktionen von Tier und Mensch auf der Ebene einzelner neuraler Zellen und deren Organisation zu Netzwerken zu erreichen, die komplexem Verhalten zugrunde liegen. Darüber hinaus soll eine Übertragung dieser Strategien auf neuropsychiatrische Erkrankungen im Tiermodell und am Menschen ein Verständnis dieser häufigen Krankheiten liefern und so neue Strategien für Diagnostik und Therapie generieren. Das Bonn Center of Neuroscience (BCN) vereinigt die neurowissenschaftliche Forschung in Bonn in einem interinstitutionellen Netzwerk.

Herz-Kreislauf- und Stoffwechselwissenschaften

Ziel des Forschungsschwerpunktes Herz-Kreislauf- und Stoffwechselwissenschaften ist es, die Ursachen kardiovaskulärer Erkrankungen besser zu verstehen und neue Therapiekonzepte für die Behandlung betroffener Personen zu etablieren. Inhaltlich fokussiert sich der Schwerpunkt auf die Herz-, Gefäß- und Klappendegeneration, den Metabolismus und Regenerationsmechanismen im kardiovaskulären System. Die klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Abteilungen des Schwerpunkts sind auch im Herzzentrum am UKB vereint. Es bestehen enge wissenschaftliche Interaktionen mit den anderen Forschungsschwerpunkten, fakultätsübergreifend mit dem LIMES, der Pharmazie und der Biologie der Universität Bonn sowie mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Onkologie

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Onkologie sollen innovative Ansätze aus der experimentellen Krebsforschung in die klinische Anwendung gebracht werden, um die ganzheitliche Behandlung von Menschen mit Krebs zu verbessern. Die Komplexität des Tumorgewebes, bestehend aus einer Vielzahl unterschiedlicher maligner und nicht-maligner Zelltypen, bedingt dabei, dass die onkologische Forschung an der Medizinischen Fakultät und am UKB bereits jetzt schon eng mit den anderen Forschungsschwerpunkten vernetzt ist, insbesondere mit dem DFG-geförderte Exzellenzcluster ImmunoSensation. Über das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) ist Bonn als offizielles Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe in den CIO ABCD Verbund Aachen-Bonn-Cologne-Düsseldorf integriert.

Immunwissenschaften und Infektionskrankheiten

Der Forschungsschwerpunkt Immunwissenschaften und Infektionskrankheiten befasst sich mit immunologischen Themen aus medizinischer Perspektive. Ein besseres Verständnis zugrundeliegender Mechanismen soll zu einer verbesserten Behandlung von immunvermittelten, entzündlichen und infektiösen Erkrankungen führen. 2011 wurde der Forschungsschwerpunkt Gründungsmitglied des Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) der Helmholtz-Gemeinschaft und seit 2012 besteht das Exzellenzcluster ImmunoSensation. Dazu kommt unter anderem seit 2020 der SFB 1454 „Metaflammation and Cellular Programming“. Thematisch ist der Schwerpunkt über die Neuroinflammation mit dem Schwerpunkt Neurowissenschaften und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) verknüpft.

Die Körperhülle

Allgemeine Informationen zur äußeren Anatomie, den Muskelstrukturen und der schützenden Hautschicht.

Genetik und Epidemiologie

Das Ziel des Forschungsschwerpunkts Genetik und Epidemiologie ist, genetische Ursachen von Krankheiten zu identifizieren und davon ausgehend die zur Krankheit führenden biologischen Prozesse aufzuklären. Die Forschungsergebnisse stellen die Grundlage zur Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren dar. In der längeren Perspektive sollten auch eine bessere Einschätzung der Erkrankungsprognose sowie die Entwicklung wirksamer, individuell zugeschnittener medikamentöser Therapien und präventiver Maßnahmen möglich sein. Der Forschungsschwerpunkt arbeitet eng mit dem 2011 gegründeten Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB) zusammen. Zudem werden neben seltenen erblichen Erkrankungen schwerpunktmäßig auch in der Bevölkerung häufige, multifaktoriell verursachte Krankheiten erforscht.

Drittmittel – Indikator für 
wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit

Drittmittel, also zusätzliche Forschungsgelder zu laufenden Haushaltsmitteln, sind im Jahr 2025 mit insgesamt 95 Millionen Euro wieder in Folge gestiegen. Allein die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat die Forschung an der Medizinischen Fakultät Bonn mit 35 Millionen Euro gefördert:

Prof. Dr. Bernd Weber

„Drittmittel sind ein zentraler Indikator für wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und gerade im stark kompetitiven öffentlichen Förderbereich konnten wir unsere Position in den vergangenen Jahren deutlich ausbauen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserer Publikationsleistung wider, die kontinuierlich zunimmt und sich verstärkt in den wichtigsten Journalen abbildet. Damit unterstreicht unsere Fakultät ihren Anspruch, in Forschung und Wissenschaft zu den führenden Standorten zu zählen.“

Prof. Dr. Bernd Weber,
Dekan der Medizinischen Fakultät Bonn

Trend bei Publikationen

Die Medizinische Fakultät Bonn publiziert primär und im zunehmenden Umfang in den besten Zeitschriften.
Journals nach Impact Faktoren* in Quartile
  • p* Impact-Faktor (Einflussfaktor), ist eine errechnete Zahl, deren Höhe die Zitationshäufigkeit einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift wiedergibt.

Lehre 2.0

Von hochauflösenden Hörsälen über den ersten Doppelabschluss im dualen Hebammenstudium bis zu Nachtwanderungen als mentales Resilienztraining: Die Medizinische Fakultät Bonn rüstet die nächste Generation der Gesundheitsberufe ganzheitlich für die Zukunft aus. Moderne Lehrinfrastruktur, innovative Studiengänge und gezielte Praxisübungen verschmelzen hier zu einem Konzept, das fachliche Exzellenz mit mentaler und praktischer Stärke verbindet.

Hochauflösende Medientechnik 
für eine verbesserte Lernqualität

Schritt für Schritt, Gebäude für Gebäude: Bis 2033 werden alle Lehrflächen laut Plan mit modernster Medien- und Konferenztechnik ausgestattet – für vernetzte, zukunftsfähige Lehre in jedem Hörsaal, Seminar und Praktikumsraum.

mehr erfahren ➔

Wegbereiterinnen der Bonner 
Hebammenwissenschaft

Pionierinnen der Bonner Hebammenwissenschaft: Die erste Gruppe des dualen Studiengangs schließt erfolgreich mit Doppelabschluss ab und eröffnet damit neue Perspektiven für Forschung, Lehre und Promotion.

mehr erfahren ➔

Fit für den Klinikalltag

Grenzerfahrungen statt trockener Theorie: Die Medizinische Fakultät Bonn stärkt die mentale Resilienz angehender Medizinerinnen und Mediziner – mit Outdoor-Übernachtung und Kursen zum Umgang mit Extremsituationen

mehr erfahren ➔

Neuberufungen & APL-Berufungen

Das UKB wächst weiter – mit Spitzenkräften aus Forschung, Lehre und klinischer Praxis.

06

Kapitel 6

Governance, Nachhaltigkeit
& Verantwortung

Nachhaltigkeit als Chance für intelligente Systeme und bessere Abläufe

Krankenhäuser verbrauchen große Mengen an Energie und Ressourcen – rund um die Uhr. Gleichzeitig entstehen täglich Verkehr, Verpackungsmüll und hohe Materialverbräuche. Das UKB hat Nachhaltigkeit 2025 deshalb gezielt dort weiterentwickelt, wo sie im Alltag unmittelbar Wirkung entfaltet: bei Energie, Mobilität, Forschung und Klinikprozessen.

Der Vorstand des UKB

Vorstand ab dem 01. November 2025

Prof. Uwe Reuter, MBA

Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand

Clemens Platzköster

Kaufmännischer Direktor und Stellv. Vorstandsvorsitzender

Prof. Bernd Weber

Dekan der Medizinischen Fakultät

Prof. Alexandra Philipsen

Stellv. Ärztliche Direktorin

Alexander Pröbstl

Vorstand Pflege und Patientenservice
Kommissarischer Vorstand bis 31. Oktober 2025

Prof. Bernd Weber

Komm. Vorstandsvorsitzender und Dekan der Medizinischen Fakultät

Clemens Platzköster

Kaufmännischer Direktor und Stellv. Vorstandsvorsitzender

Prof. Alexandra Philipsen

Komm. Ärztliche Direktorin

Prof. Johannes Oldenburg

Stellv. komm. Ärztlicher Direktor

Alexander Pröbstl

Vorstand Pflege und Patientenservice

Aufsichtsrat

Prof. Dr. med. Heinz Reichmann

Direktor (em.) der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Dekan (em.) der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden; Vorsitzender des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch

Rektor der Universität Bonn

Prof. Dr. Joachim Goebel

Ministerialdirigent (MDgt) im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW; Vertreter des Ministeriums

Brigitte Lohaus

Leitende Ministerialrätin im Ministerium der Finanzen des Landes NRW; Vertreterin des Ministeriums

Holger Gottschalk

Kanzler der Universität Bonn

Barbara Massing (bis 30.09.2025)

Verwaltungsdirektorin Deutsche Welle; Externe Sachverständige aus dem Bereich der Wirtschaft

Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Garther

Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech); Mitglied im Aufsichtsrat des Forschungszentrum Jülich GmbH

Rüdiger Linden (bis 29.01.2025)

Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals am Universitätsklinikum Bonn

Andreas Schumann

Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals am Universitätsklinikum Bonn

Jessica Hanneken

Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech); Mitglied im Aufsichtsrat des Forschungszentrum Jülich GmbH

Prof. Dr. med. Ass. iur. Alexander Radbruch

Direktor der Klinik für Neuroradiologie; Professorales Mitglied aus dem Fachbereich Medizin

Prof. Dr. Christian Werner

Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Externer Sachverständiger aus dem Bereich der medizinischen Wissenschaft

Dr. Birgit Simon

Klinik für Radiologie des Universitätsklinikums Bonn; Vertreterin des wissenschaftlichen Personals

Christel Bayer

Leiterin der Zentralabteilung, Vertretendes Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Catrin Thelen

Mitglieder mit beratender Stimme

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zukunft entsteht nicht von selbst. Sie entsteht dort, wo Veränderungen früh erkannt, mutig gestaltet und gemeinsam getragen werden. Für das Universitätsklinikum Bonn war 2025 in vielerlei Hinsicht ein solches Jahr.

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die Krankenhausreform verändert die Strukturen der Versorgung. Medizinischer und wissenschaftlicher Fortschritt eröffnet Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern Diagnostik, Therapie und Arbeitsabläufe. Gleichzeitig stellen der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und anspruchsvolle wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen.

Für uns am UKB ist dieser Wandel keine vorübergehende Phase. Er ist die Realität, in der wir Universitätsmedizin gestalten. Unser Anspruch kann deshalb nicht darin bestehen, auf Veränderungen lediglich zu reagieren. Wir wollen sie nutzen, um Versorgung besser zu organisieren, Forschung schneller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen, neue Technologien verantwortungsvoll einzusetzen und das UKB als Organisation weiterzuentwickeln.

„Zukunft durch Wandel“ ist deshalb mehr als das Leitmotiv dieses Geschäftsberichts. Es beschreibt eine Haltung.

2025 wurde an vielen Stellen sichtbar, was diese Haltung konkret bedeutet. Mit der Umsetzung der neuen Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen verändert sich die Logik der Versorgung: Spezialisierung, Qualität und Erfahrung gewinnen weiter an Bedeutung, gleichzeitig werden Kooperationen und starke regionale Versorgungsnetzwerke wichtiger. Für das UKB bedeutet dies, seine Rolle als universitäres Zentrum für hochkomplexe Medizin weiter zu stärken und zugleich Verantwortung für die Koordination von Versorgung weit über den eigenen Campus hinaus zu übernehmen.

Auch auf dem Venusberg selbst ist der Wandel sichtbar. Mit dem neuen Bebauungsplan wurde erstmals seit Jahrzehnten ein langfristiger Rahmen für die weitere Entwicklung des Campus geschaffen. Mit dem neuen Herzzentrum wurde 2025 ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zum zukünftigen Zentralklinikum erreicht. Die weiteren Planungen für dessen zweiten Bauabschnitt schaffen die Grundlage dafür, Versorgung, Forschung, Logistik und interdisziplinäre Zusammenarbeit künftig noch enger miteinander zu verbinden.

Dabei bedeutet Zukunftsfähigkeit für uns weit mehr als neue Gebäude. Das UKB investiert in sichere digitale Infrastrukturen, vernetzte Versorgung und den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Digitale Anwendungen sollen unsere Mitarbeitenden entlasten, Abläufe intelligenter gestalten und dazu beitragen, die Qualität der Patientenversorgung weiter zu verbessern. Entscheidend ist dabei nicht die Technologie um ihrer selbst willen. Entscheidend ist, welchen konkreten Nutzen sie für die Menschen schafft, die am UKB arbeiten, forschen, lehren oder behandelt werden.

Wandel ist aber vor allem eine Frage der Menschen und der Zusammenarbeit. Deshalb entwickeln wir auch unsere Organisation und unsere Führungskultur weiter. Neue Dialog- und Führungsformate, stärkere Vernetzung sowie neue Modelle gemeinsamer Verantwortung stehen für den Anspruch, Wissen und unterschiedliche Perspektiven besser zusammenzubringen. Besonders deutlich wird dies auch in der Pflege: Mit gezielter Spezialisierung, akademischer Qualifizierung, neuen Führungskonzepten und zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten stärken wir eine Berufsgruppe, ohne die exzellente Universitätsmedizin nicht möglich wäre.

Die Verbindung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre bleibt dabei der Kern des UKB. Als Teil der Exzellenzuniversität Bonn arbeiten wir in einem außergewöhnlich starken wissenschaftlichen Umfeld. Innovative Forschungsverbünde, erfolgreiche Einwerbungen von Drittmitteln, eine wachsende Zahl hochwertiger Publikationen sowie neue Konzepte in Studium und Lehre zeigen, mit welcher Dynamik sich der Wissenschaftsstandort entwickelt. Unser Ziel ist klar: Erkenntnisse aus der Forschung sollen möglichst schnell dort ankommen, wo sie den größten Unterschied machen können: bei unseren Patientinnen und Patienten.

Ein prägendes Ereignis des Jahres 2025 war schließlich der Wechsel an der Spitze des Universitätsklinikums. Im November hat Prof. Uwe Reuter den Vorstandsvorsitz und das Amt des Ärztlichen Vorstands übernommen. Ein solcher Übergang verbindet immer Kontinuität und Aufbruch. Er bietet die Chance, auf einem starken Fundament aufzubauen, Prioritäten neu zu schärfen und gemeinsam eine klare Richtung für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Diese Zukunft wird auch weiterhin unter anspruchsvollen Bedingungen gestaltet werden müssen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser bleiben herausfordernd. Die Krankenhausreform setzt wichtige strukturelle Impulse, beantwortet jedoch nicht alle Finanzierungsfragen der Universitätsmedizin. Umso wichtiger ist es, klare Prioritäten zu setzen und Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung, Forschung und Personal konsequent dort vorzunehmen, wo sie den größten nachhaltigen Nutzen entfalten.

Für die kommenden Jahre haben wir ein klares Bild vor Augen: ein UKB, das hochkomplexe Medizin auf höchstem Niveau anbietet und zugleich starke Versorgungsnetzwerke mitgestaltet. Ein UKB, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in neue Diagnostik und Therapien übersetzt werden. Ein UKB, das Daten und Künstliche Intelligenz souverän und verantwortungsvoll nutzt. Ein UKB mit einem modernen Campus, kurzen Wegen und besseren Prozessen. Und vor allem ein UKB, das seinen Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, Verantwortung zu übernehmen, Ideen einzubringen und Veränderung aktiv mitzugestalten.

Der vorliegende Geschäftsbericht erzählt deshalb nicht nur davon, was das UKB im Jahr 2025 erreicht hat. Er zeigt auch, wie Veränderung entsteht: in großen Bauprojekten und wissenschaftlichen Durchbrüchen, aber ebenso in neuen Arbeitsabläufen, digitalen Anwendungen, veränderten Formen der Zusammenarbeit und im täglichen Engagement unserer mehr als 10.000 Mitarbeitenden.

Ihnen allen gilt unser besonderer Dank. Mit ihrer Kompetenz, ihrer Innovationskraft und ihrer Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen, schaffen sie die Grundlage dafür, dass aus Wandel tatsächlich Zukunft entstehen kann.

Wir laden Sie ein, diese Zukunft auf den folgenden Seiten zu entdecken.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand des Universitätsklinikums Bonn

 

Nordrhein-Westfalen als Vorreiter

Nordrhein-Westfalen hat die Entwicklungen in der stationären Versorgung frühzeitig aufgegriffen und bereits 2022 einen neuen Krankenhausplan beschlossen. Die neue Krankenhausplanung gilt als eine der größten Strukturreformen im Gesundheitswesen der vergangenen Jahrzehnte. Ziel ist es, die stationäre Versorgung der Menschen in Nordrhein-Westfalen langfristig zu sichern und gleichzeitig auf die steigenden Anforderungen einer zunehmend spezialisierten Medizin zu reagieren.

Seit April 2025 gilt die neue Krankenhausplanung in weiten Teilen. Im Mittelpunkt stehen Leistungsgruppen und Qualitätskriterien statt einer Planung nach Bettenzahlen. Ziel ist es, komplexe Leistungen stärker zu konzentrieren, Doppelstrukturen abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern zu stärken.

Der frühe Start sorgte zudem für mehr Planungssicherheit. Krankenhäuser konnten frühzeitig entscheiden, welche Leistungen sie künftig anbieten und welche Strukturen sie weiterentwickeln wollen.

Warum sich die Krankenhausversorgung neu ordnet

Leistungen sollen stärker nach Qualität, Erfahrung und Spezialisierung gesteuert werden. Komplexe Behandlungen werden an spezialisierten Zentren gebündelt, während andere Leistungen wohnortnah erbracht werden. Dadurch übernehmen Krankenhäuser innerhalb der Versorgung zunehmend klar definierte Rollen.

Für Universitätskliniken wie das UKB bedeutet das eine wachsende Rolle als Zentren für hochkomplexe Medizin, als Koordinatoren regionaler Versorgungsnetzwerke und als Standorte, an denen Krankenversorgung, Forschung und Lehre eng miteinander verzahnt sind.

Hochauflösende Medientechnik für eine verbesserte Lernqualität

Der Hörsaal im Lehrgebäude A10 wurde im Jahr 2025 mit einer neuen hochauflösenden Präsentationstechnik sowie einer multifunktionalen LED-Wand für ca. 415.000 Euro ausgestattet. Hierfür wurde eine neue Technikzentrale mit neuer Infrastruktur ausgebaut. Ebenso erhielt der Hörsaal eine komplett neue Beleuchtung. Zur Finalisierung der Modernisierung des Hörsaals ist eine Implementierung von Konferenz- und Audiotechnik für März 2026 geplant. Zum Auftakt einer Technikzentrale für die Steuerung der Seminarräume im Lehrgebäude wurden bereits 20.000 Euro investiert. Die Technikzentrale soll voraussichtlich im Jahr 2027 fertiggestellt werden.

Eine umfangreiche Medienplanung für die Modernisierung der Hörsäle im BMZ I mit einer Investition von 40.000 Euro wurde durchgeführt. Ziel ist eine zielgruppenorientierte Ausstattung. Für die zentrale Steuerung der Lehrflächen in der Zahnklinik wurden 15.000 Euro in eine Technikzentrale investiert. Bereits im Jahr 2024 wurden die neuen Seminarflächen im Lehrgebäude der Zahnklinik mit geeigneter Medientechnik ausgestattet. Die Zentrale bietet neben der Möglichkeit der zentralen Steuerung auch die Verbindung von Lehrräumen in der Zahnklinik mit Räumen im neunen Lehrgebäude. Bereits Ende 2024 wurden vier Praktikumsräume der Physiologie im Bereich der Vorklinik im Wert von insgesamt 80.000 Euro mit neuer Präsentation-, Audio- und Konferenztechnik ausgestattet.

In den nächsten Jahren sind regelmäßig Mittel aus Studium und Lehre für die langfristige Modernisierung der Medientechnik aller Lehrflächen geplant. Diese Maßnahmen werden sich voraussichtlich bis ins Jahr 2032/2033 fortsetzen.

"Bei der Modernisierung unserer Lehrflächen haben wir bewusst auf die Ertüchtigung bestehender Räume gesetzt und diese mit aktueller Präsentations- und Aufzeichnungstechnik ausgestattet. Mit weiteren geplanten Investitionen in die technische Infrastruktur werden wir die Lehrqualität für Studierende und Lehrende auch in den kommenden Jahren systematisch weiterentwickeln."

Prof. Dr. Bernd Pötzsch
Studiendekan und
Stellv. Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin
Max Mustermann

Wegbereiterinnen der Bonner Hebammenwissenschaft

Bildunterschrift: Die Absolventinnen des Bachelor-Studiengangs Hebammenwissenschaft in Bonn zusammen mit Repräsentantinnen und Repräsentanten der Universität Bonn, der Medizinischen Fakultät sowie des Universitätsklinikums Bonn (UKB), u.a. Lernbereichskoordinatorin Eva Simakoloyi (8.vl.), Alexander Pröbstl, Vorstand Pflege und Patientenservice des UKB (10.v.l.), Prof. Dr. Klaus Sandmann, Prodekan für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung der Uni Bonn (13.v.l.), Prof. Dr. Bernd Pötzsch, Prodekan für Lehre und Studium an der Medizinischen Fakultät Bonn (14.vl.), Prof. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät Bonn und kommissarischer Vorstandsvorsitzender des UKB (11.v.r.), Prof. Dr. Ulrich Gembruch, kommissarischer Direktor des Instituts für Hebammenwissenschaft am UKB (9.v.r.). Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Daria Siverina

Nach vier Jahren im Kreiß- und Hörsaal hat die erste Gruppe des im Wintersemester 2022/23 gestarteten Studiengangs Hebammenwissenschaft den Abschluss in der Tasche.

„Sie können mehr als stolz auf sich sein. Sie haben eine Ausbildung begonnen, mit dem heutigen Tag aber ein duales Studium abgeschlossen – und das als unsere ersten Hebammen- Studierenden. Sie sind Wegbereiterinnen der Bonner Hebammenwissenschaft“, gratulierte Eva Simakoloyi als Lernbereichskoordinatorin.

Die Absolventinnen haben mit ihren Urkunden nun einen Doppelabschluss: die staatlich geprüfte Berufsqualifizierung und den Bachelor of Science. Letzterer ermöglicht beispielsweise eine Promotion oder Tätigkeiten in Forschung und Lehre und eröffnet damit neue Karrierewege.

Fit für den
Klinikalltag

Notfälle, Nachtschichten, Entscheidungen unter Zeitdruck: Gerade junge Medizinerinnen und Mediziner können im stressigen, oft emotional belastenden Klinikalltag an ihre Grenzen kommen. Darum bot die Medizinische Fakultät Bonn ihren Human- und Zahnmedizinstudierenden der Vorklinik gemeinsam mit dem Diakonie Klinikum Jung-Stilling Siegen auch im Jahr 2025 besondere Kurse zu mentaler Stärke an.

Ein Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit Extremsituationen. Dazu lud Extremsportler Joey Kelly in seinen Kurs erstmals zu einer Nachtwanderung samt Übernachtung im Freien ein. Zwölf Kilometer wanderten die 24 Studierenden im Dunkeln durch ein für sie unbekanntes Gebiet. Übernachtet wurde unter freiem Himmel, bis die Gruppe gegen 5:30 Uhr zum „Fünf-Kilometer Morning Run“ geweckt wurde. „Ich will den Studierenden zeigen, dass sie ihre eigenen Grenzen nicht nur erfahren, sondern auch überwinden können“, sagt Kelly. Um genau solche Erkenntnisse geht es in den Wahlkursen: Gespräche mit Extremsportlerinnen und -sportlern wie Bergsteigerin Julia Schultz zum Umgang mit Herausforderungen und Scheitern, Trainings mit Profi-Jongleur Thomas Dietz zum gleichzeitigen Einsatz beider Hände sowie Übungen mit einem Piloten zur guten Kommunikation im Team mit Modelleisenbahnen, die nicht kollidieren durften.